Form
Schichtvulkane entwickeln typischerweise markante Kegel mit steilen Hängen nahe dem Gipfel und breiteren unteren Flanken.
Erkunde Mayon – Typ Schichtvulkan, Standort: Philippinen – anhand eines detaillierten 3D-Geländemodells und erfahre, wie Schichtvulkane entstehen, ausbrechen und sich im Lauf der Zeit verändern.
IDENTITÄT / ORT
Mayon gehört zum Typ Schichtvulkan; Standort: Philippinen.
FORM / WACHSTUM
Schichtvulkane sind steilflankige Vulkangebäude, die durch wiederholte Eruptionen aufgebaut werden, bei denen Lava und fragmentiertes Gestein abgelagert werden.
Schichtvulkane entwickeln typischerweise markante Kegel mit steilen Hängen nahe dem Gipfel und breiteren unteren Flanken.
Wiederholte Eruptionen lagern häufig Lavaströme und fragmentiertes Material um eine oder mehrere Eruptionsöffnungen ab und bauen so das Vulkangebäude allmählich auf.
Schichtvulkane können lavafördernde und explosive Eruptionen haben. Ihr Verhalten kann sich von Vulkan zu Vulkan und von Eruption zu Eruption unterscheiden.
Im Laufe der Zeit: Neue Eruptionen können das Vulkangebäude weiter aufbauen, während Erosion, Veränderungen des Kraters, neue Eruptionsöffnungen oder Flankenkollaps es umformen können.
ERUPTIONSMATERIAL
Eruptionen von Schichtvulkanen können verschiedene Arten vulkanischen Materials und vulkanischer Ströme erzeugen.
Lava ist Magma, das die Oberfläche erreicht hat. Ein Lavastrom ist geschmolzenes Gestein, das sich von einer Eruptionsöffnung wegbewegt, bevor es abkühlt und erstarrt.
Tephra ist fragmentiertes Material, das bei einer Eruption in die Luft ausgeworfen wird; es reicht von feiner Asche bis zu deutlich größeren Stücken.
Vulkanische Gase sind in der Tiefe im Magma gelöst und können sich beim Aufstieg davon trennen, wenn der Druck sinkt.
Ein pyroklastischer Strom ist ein sich schnell bewegendes, bodennahes Gemisch aus heißem Gas, Asche und vulkanischen Fragmenten.
ZWISCHEN ERUPTIONEN
Zwischen Eruptionen können manche Vulkansysteme unter der Oberfläche weiterhin Wärme, Fluide und Gase transportieren.
Vulkanische Gase können sich vom Magma trennen und sich durch Klüfte, Eruptionsöffnungen oder durchlässiges Gestein bewegen.
Wo Wärme, Grundwasser und durchlässiges Gestein zusammentreffen, kann Wasser zirkulieren und sich erwärmen. Heiße Quellen, dampfender Boden oder Fumarolen können auftreten, wenn die Bedingungen dies ermöglichen.
Kleine Erdbeben können mit Gesteinsbruch oder der unterirdischen Bewegung von Magma und Fluiden einhergehen.
Veränderlicher Druck von Magma oder Fluiden kann Teile der Geländeoberfläche anheben, absenken oder verschieben.
Diese Prozesse können auftreten, ohne dass anschließend eine Eruption folgt.
VULKANÜBERWACHUNG
Seismometer zeichnen Erdbeben und andere Schwingungen auf. Deren Ort, Tiefe und Häufigkeit können dabei helfen, Vorgänge im Untergrund zu erkennen.
GPS-Instrumente und satellitengestütztes Radar können kleine Veränderungen der Position und Form des Bodens messen.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können Gase wie Schwefeldioxid und Kohlendioxid messen, um Veränderungen in einem Vulkansystem zu untersuchen.
Wärmebildkameras und Satellitensensoren können Veränderungen der Oberflächentemperatur erfassen.
Ein einzelnes Signal kann mehrere Ursachen haben; deshalb vergleichen Vulkanologinnen und Vulkanologen mehrere Messgrößen, bevor sie Veränderungen interpretieren.
Der 3D-Scan erfasst die Form, doch nicht die Seele.
Lade deine Erinnerung hoch, um das Gefühl dieses Ortes zu bewahren.